Voyeur oder Verbündeter?


Voyeur oder Verbündeter?

Gute Fotos von Menschen können nur durch Nähe entstehen, die geistige Nähe des Einlassens auf eine Situation und die körperliche Nähe zu anderen Menschen. Wird der Fotograf damit automatisch zum Voyeur?

Der amerikanische Kriegsfotograf Robert Capa hat einmal gesagt „Du bist nur gut, wenn du nah genug dran bist“ und diesen Satz würde ich auch unter jedes meiner Bilder schreiben. Fotos beschreiben im besten Falle einen sehenswerten minimalen Ausschnitt dieser Welt, im Zusammenhang mit Menschen fängt der Fotograf also einen durchaus intimen Moment ein. Mein Verständnis von Fotografie ist es, mich in diesem Moment zum Verbündeten des Fotografierten zu machen und gemeinsam etwas Bleibendes zu schaffen. Wenn das gelingt, freue ich mich über Rückmeldungen wie diese:

„Das sind wunderbare Fotos, vielen Dank für diese hervorragende Arbeit. Und dazu waren Sie auch noch der Liebling der Tönebön-Einwohnerinnen - Sie sind richtig gut!“

Published: 01.10.2018