Yoga für Fotografen


Yoga für Fotografen

Die beste Ehefrau von allen hält mir von Zeit zu Zeit vor, meine Hosen könnten nicht besonders lange halten, weil sie ständig gewaschen werden. In die Diskussion fliesst allerdings nicht ein, dass ich sehr häufig für mein perfektes Bild auf dem Boden eines Altenheims oder einer Klinik oder auf der Straße liege.

Im Zeitalter der klapp- und schwenk- und bald auch knetbaren Displays ist es aus der Mode gekommen, für den einen einzigartigen Aufnahmewinkel selbst Verrenkungen und Klettertouren zu machen. Zudem überbrücken Zoomobjektive die Distanz ohne Bewegung des Fotografen. Für mein Gefühl ist das alles aber nicht das gleiche, als wenn ich selbst die Schritte näher ans Objekt heran gehe und für eine gute Aufnahmeposition klettere oder liege. In diesem Punkt bin ich eher konservativ, ich liebe feste Brennweiten und ich schaue beim Auslösen durch den Sucher.

Meine Empfehlung- einfach mal ausprobieren, wie die Welt vom Boden aus aussieht.

Spannend auf jeden Fall.

Aus dem Foto-Shooting mit dem Rettungsdienst in Harsewinkel gibt es übrigens eine Rückmeldung, die mich sehr stolz macht:

"Für dich würden wir auf jeden Fall noch einmal bei Minus 1 Grad (gefühlt -10) vor der Kamera stehen. ;-)"

 

Fotos Jan Focken, Kreis Gütersloh

Published: 01.10.2018